Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, Universität Erlangen-Nürnberg

Größeneffekte bei Biegeprozessen - Entwicklung einer Methodik zur Identifikation und Quantifizierung



Datum: 12.04.2010


Autor


Berichterstatter

  • Prof. Dr.-Ing. habil. M. Merklein
  • Prof. Dr.-Ing. H. Hoffmann (TU München)
  • Prof. i.R. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. mult. Dr. h.c. mult. M. Geiger

Größenabhängige Effekte, die in der Mikroumformtechnik entscheidenden Einfluss auf das Umformergebnis besitzen, während sie im konventionellen Größenbereich vernachlässigbar sind, verhindern bis heute die zuverlässige simulationsbasierte Auslegung und somit die für die industrielle Anwendung erforderliche Prozesssicherheit von Mikroumformprozessen. Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine Methodik zur Identifikation und Quantifizierung von Größeneffekten für dehnungsgradientenbehaftete Umformprozesse von Feinstblechen entwickelt und am Beispiel eines skalierten Biegeprozesses verifiziert. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurden Ansätze für eine verbesserte simulationsbasierte Beschreibung des Biegeprozesses entwickelt und validiert. Hierzu wurde einerseits die Qualität der Eingangsparameter durch blechdickenabgepasste Werkstoffcharakterisierungsmethoden, wie beispielsweise den pneumatischen Tiefungsversuch verbessert und andererseits dehnungsgradientenabhängiges plastisches Werkstoffverhalten in die Simulation implementiert.