Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, Universität Erlangen-Nürnberg

Qualifizierung des Potentials von Verfestigungseffekten zur Erweiterung des Umformvermögens aushärtbarer Aluminiumlegierungen



Datum: 20.07.2015


Autor


Berichterstatter

  • Prof. Dr.-Ing. habil. M. Merklein
  • Prof. Dr.-Ing. habil. K. Willner

Der Fokus dieser Arbeit lag in der Verfestigung aushärtbarer Aluminiumlegierungen der 6000er Serie sowie der Qualifizierung des Einsatzpotentials für die Umformtechnik. Auf Basis der statistischen Versuchsplanung wurden zunächst die Haupteinflussparameter der Wärmebehandlung zur Verfestigung identifiziert und ihre Wirkung auf die Festigkeitssteigerung quantifiziert. Ein Schwerpunkt der Arbeit lag in der methodischen Ausarbeitung eines Prozessfensters zur Einstellung thermisch induzierter Verfestigungseffekte. Unter Berücksichtigung unterschiedlicher, teilweise entgegengesetzt wirkender Einflussparameter konnte mit dem Prozessfenster eine effiziente und reproduzierbare Wärmebehandlung sicher-gestellt werden. Eine signifikante Verfestigung wurde bei gleichzeitig hohem Dehnungsvermögen des Werkstoffes realisiert. Bei der Herstellung angepasster Blechplatinen, sog. Tailor Heat Treated Blanks, mit maßgeschneiderten Werkstoffeigenschaften ist es somit möglich, ein größeres Eigenschaftsspektrum mit Hilfe des erarbeiteten Prozessfensters einzustellen und dadurch die Umformbarkeit dieser Halbzeuge zu höheren Werten zu verschieben.