Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, Universität Erlangen-Nürnberg

Einfluss der Oberflächenbeschaffenheit auf das Werkzeugeinsatzverhalten beim Kaltfließpressen



Datum: 30.11.2015


Autor


Berichterstatter

  • Prof. Dr.-Ing. habil. M. Merklein
  • Prof. Dr.-Ing. B. Denkena

Die Arbeit untersuchte die Zusammenhänge zwischen der Werkzeugherstellung, der Oberflächenbeschaffenheit und dem resultierenden Einsatzverhalten von Werkzeugen für das Kaltfließpressen. Gegenübergestellt wurden konventionelle Prozessketten sowie angepasste Verfahrensabfolgen für die Bearbeitung von Werkzeugen aus Hartmetall und Schnellarbeitsstahl. In Laborversuchen wurde ein ausgeprägter Einfluss der Größe oberflächennaher Defekte sowie der oberflächennahen Eigenspannungen auf das Ermüdungsverhalten nachgewiesen. Für das tribologische Einsatzverhalten ist die Oberflächentopografie maßgeblich. Aus den ermittelten funktionalen Zusammenhängen wurden Prozessketten abgeleitet, die ein vorteilhaftes Einsatzverhalten bewirken. Als zielführende Stellhebel wurden die Substitution des Senkerodierens durch das Schleifen für die Erzeugung der Werkzeuggeometrie, die Integration von Strahlprozessen sowie der Übergang von manuellen auf automatisierte Polierverfahren identifiziert. In industriellen Standmengenuntersuchungen erfolgte zudem ein Nachweis der Übertragbarkeit der funktionalen Zusammenhänge auf industrielle Fließpressprozesse.