Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, Universität Erlangen-Nürnberg

Einsatz technologischer Versuche zur Erweiterung der Versagensvorhersage bei Karosseriebauteilen aus AHSS



Datum: 24.05.2016


Autor


Berichterstatter

  • Prof. Dr.-Ing. habil. M. Merklein
  • Prof. Dr.-Ing. K. Roll

Die Herstellung von Karosseriebauteilen aus hoch- oder höchstfesten Stählen wird aufgrund der zumeist ungenügenden Versagensvorhersagegenauigkeit in der FE-Simulation erschwert. Typische Werkstoffcharakterisierungen berücksichtigen prozessspezifische Umformbelastungen wie reine oder überlagerte Biegung, die gerade beim Einsatz dieser Werkstoffe eine entscheidende Rolle spielen, aktuell nicht ausreichend.
Gängige Versagenskriterien bedürfen daher einer entsprechenden Ergänzung. Der Einsatz von Grenzspannungskurven, die in der Arbeit auf Basis einer prozessnahen Werkstoffcharakterisierung und unter Berücksichtigung des Versagensverhaltens unter Biegebelastungen definiert werden, erlaubt dem Anwender die Bewertung des Rissrisikos bereits in einer frühen Phase der Bauteilentwicklung. Zur Definition entsprechender Grenzkurven wird das ex-perimentelle Vorgehen und die Bestimmung kritischer Spannungen im technologischen Versuch sowie die Übertragung auf die Grenzkurve entwickelt und vorgestellt.