Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, Universität Erlangen-Nürnberg

Biegeumformen mit Elastomerwerkzeugen -? Modellierung, Prozessauslegung und Abgrenzung des Verfahrens am Beispiel des Rohrbiegens



Datum: 15.04.2005


Autor


Berichterstatter

  • Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. mult. Dr.h.c. M. Geiger
  • Prof. Dr.-Ing. M. Kleiner, Universität Dortmund

mmer kürzer werdende Produktzykluszeiten sowie immer individuellere Anforderung an Produkte machen moderne Fertigungsverfahren notwendig, die eine effiziente und flexible Fertigung von Bauteilen ermöglichen. Eine hierfür geeignete Verfahrensgruppe stellt das Umformen mit Elastomerwerkzeugen dar. Zur Erweiterung der industriellen Nutzbarkeit dieser Verfahren ist eine Vergrößerung des herzustellenden Bauteilspektrums von essentieller Bedeutung. Eine Erweiterung des Spektrums auf Halbzeuge, die keinen flächigen Kontakt mit dem Elastomerwerkzeug eingehen ist mit Hilfe von flächigen Elastomerkissen möglich, die sich an die Kontur des Halbzeugs anpassen können. Die Arbeit zeigt am Beispiel des Rohrbiegens mit Elastomerwerkzeugen Strategien zur virtuellen Auslegung sowie zur online-Überwachung dieses Prozesses auf. Für eine virtuelle Prozessauslegung werden geeignete Methoden zur Ermittlung von Materialkennwerten, zur Auswahl eines Materialmodells sowie zur Prozessmodellierung mit Hilfe der Finite Elemente Simulation dargestellt. Im Rahmen der Prozessüberwachung wurde ein Folienmesssystem realisiert, mit dessen Hilfe Kontaktspannungen zwischen Werkzeug und Werkstück detektiert und überwacht werden können. Das Potential des Biegens mit Elastomerwerkzeug wird in dieser Arbeit anhand der resultierenden Bauteileigenschaften aufgezeigt.