Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, Universität Erlangen-Nürnberg

Grundlegende Untersuchungen zum Fließpressen metallischer Kleinstteile



Datum: 18.12.2001


Autor


Berichterstatter

  • Prof. Dr.-Ing. M. Geiger
  • Prof. Dr.-Ing. M. Kleiner, Universität Dortmund

Der allgemeine Trend zur Miniaturisierung in der Elektronikindustrie und im Bereich mikromechanischer Komponenten führt zu einem steigenden Bedarf an eng tolerierten metallischen Kleinstteilen. Die Umformtechnik ist für die Massenproduktion solcher Teile hervorragend geeignet. Dennoch ist die Anwendung dieser Techno-logie im Mikrobereich von einer empirischen Prozessauslegung geprägt, weil so genannte Miniaturisierungseffekte eine direkte Anwendung umformtechnischen Know-hows aus dem konventionellen Größenbereich verhindern. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Verfahrensgruppe des Fließpressens, die sich hervorragend eignet, um komplexe rotations-symmetrische Teile in hohen Stückzahlen herzustellen. Schwerpunkt bilden Miniaturisierungseffekte bei der Reibung und deren Auswirkungen auf den Prozess. Die für die Prozessauslegung wichtigen Kenngrößen Kraftbedarf, Formausbildung und Festigkeit (Härteverteilung) werden in Abhängigkeit von der Probengröße und der Korngröße analysiert. Bei den Versuchsreihen zur Reibung und dem Vollvorwärts-fließpressen wird zusätzlich der Einfluss von Oberfläche, Umformgeschwindigkeit und Schmierstoff berücksichtigt. Die Ergebnisse sollen das Prozesswissen im Bereich des Mikrofließpressens erweitern und somit einen Beitrag zur effektiveren Prozessauslegung leisten und schließlich die Mikroumformtechnik dem endgültigen Durchbruch etwas näher bringen.