Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, Universität Erlangen-Nürnberg



Laser Droplet Welding für Werkstoffe der Medizintechnik



Projektstatus: abgeschlossen

Mitarbeiter


Ziel des Forschungsvorhabens ist die Untersuchung und Qualifikation des " Laser Droplet Weld " -Verfahrens für verschiedene Fügeapplikationen und Werkstoffe der Medizintechnik, da hier die Entwicklung und Verarbeitung neuer Materialien eine stetige Notwendigkeit ist. Damit verbunden ist der Bedarf innovativer Fügetechniken, um medizinische Instrumente möglichst keimabweisend und gut sterilisierbar fertigen zu können, oder um Implantate mit guter Bioverträglichkeit herzustellen. Die Vorteile des Laser Droplet Welding, wie z. B. die geringe Wärmeeinbringung und die Möglichkeit der Spaltüberbrückung, sind auch für das Fügen medizinischer Komponenten und Werkzeuge von großer Bedeutung. Bei diesem Ver-fahren wird mittels Laserpulsen ein dünner Metalldraht aufgeschmolzen. Der sich ausbilden-de sehr kleine Metalltropfen verbindet die Fügepartner schnell und präzise, ohne sie ther-misch zu schädigen. Das abgebildete Schliffbild zeigt die Verbindung zweier Titandrähte Ø 0,5 mm mit einem Titantropfen. Der häufig für Implantate eingesetzte Werkstoff Titan ist aufgrund seiner star-ken Sauerstoffaffinität schwer fügbar, konnte allerdings mit dem Tröpfchenschweißverfahren problemlos geschweißt werden.


Letztes Update: 01.01.2010