Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, Universität Erlangen-Nürnberg



Temperaturgeregeltes Laserstrahlhartlöten mit Hochleistungsdiodenlasern



Projektstatus: abgeschlossen

Das Laserstrahlhartlöten hat sich in den letzten Jahren vor allem im Karosseriebau als zuverlässige Fügetechnologie für Verbindungen im Sichtbereich etabliert. Für deren fehlerfreien Einsatz müssen jedoch zahlreiche systemtechnische Bedingungen eingehalten werden. Durch schwankende Bauteilabmessungen sowie Bahnungenauigkeiten der Führungsmaschine bei Umorientierungen des Bearbeitungskopfes kann es zu Prozessstörungen kommen, sodass vereinzelte Lötfehler nach dem derzeitigen Stand der Technik in der Serienproduktion und nachgelagerte Vollprüfungen der Bauteile nicht vermieden werden können. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es daher, mittels Temperaturregelung die Prozessgrenzen des Laserstrahlhartlötens zu erweitern und somit fehlerfreie Nähte zu garantieren. Nach dem Aufbau eines flexiblen Lötkopfes mit integrierter Temperaturmesstechnik und dessen systemtechnische Kopplung mit einem fasergeführten Hochleistungsdiodenlaser, erfolgen grundlegende Untersuchungen zur Temperaturermittlung während des Hartlötprozesses. Anschließend werden durch Änderung der Prozessparameter gezielt fehlerhafte Lötnähte erzeugt und die dabei ermittelten Messsignale hinsichtlich signifikanter Merkmale charakterisiert. Durch die Untersuchungen wird es möglich, das Laserstrahlhartlöten zu überwachen und Prozessstörungen zu detektieren. Als nächste Schritte stehen der Aufbau der Regelung des Laserstrahlhartlötprozesses sowie die Übertragung auf komplexere Nahtgeometrien im Mittelpunkt des Projekts.


Letztes Update: 01.01.2010