Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, Universität Erlangen-Nürnberg



Hochdruck-Blechumformung maßgeschneiderter Halbzeuge unter Anwendung magnetorheologischer Flüssigkeiten als kombiniertes Wirk- und Dichtmedium



Projektstatus: abgeschlossen

Mitarbeiter


Durch den Einsatz magnetorheolgischer Flüssigkeiten zur wirkmedienbasierten Umformung von Blechen lassen sich die bisherigen Prozessgrenzen erweitern. Insbesondere die Prozessgrenze hinsichtlich der Abdichtung der Kavität im Flanschbereich kann zu höheren Innendrücken und niedrigeren Flächenpressungen im Flansch verschoben werden. Dies wird dadurch erreicht, dass die Fluideigenschaften durch Anlegen eines externen magnetischen Feldes lokal beeinflusst werden. Um eine Steigerung der Dichtwirkung bei geringen Niederhalterkräften und selbst bei geringen Spalthöhen zu erzielen, werden im Flanschbereich magnetische Felder appliziert, die eine grundsätzliche Veränderung des Viskositätsverhaltens herbeiführen. Die einstellbaren Materialeigenschaften des Mediums haben jedoch einen erheblichen Einfluss auf die Reibung zwischen Blech und Werkzeug, was eine grundlegende Charakterisierung der tribologischen Bedingungen nötig macht. Um eine durchgängige Betrachtung des Prozesses zu ermöglichen, werden numerische Simulationen von stationären Strömungszuständen im Flanschbereich durchgeführt. Die genannten numerischen Simulationen werden mit Ergebnissen aus Experimenten abgeglichen und validiert.

Magnetorheologische Flüssigkeit im Flanschbereich nach der Umformung unter Magnetfeldeinfluss


Forschungsgruppen


Letztes Update: 17.02.2014